Auch erfahrene Ultraläufer kommen an ihre Grenzen

8-Stunden-Lauf: Die Hamburger Matthias Kranz und Markus Wilhelmi machen den Sieg unter sich aus

Marßel. 21 Läuferinnen und Läufer stellten sich trotz der hochsommerlichen Temperaturen den Strapazen des 8-Stunden-Laufes auf der Bezirkssportanlage Marßel und dem angrenzenden Pellenspark. Die gemeldeten Teilnehmer quälten sich bei morgendlicher Schwüle und der späteren Mittagshitze von 32 Grad über die 2,875 Kilometer lange profilierte Runde.

Auch erfahrene Ultraläufer kamen somit an ihre Grenzen. Die Hamburger Matthias Kranz und Markus Wilhelmi machten dabei den Laufsieg unter sich aus. Letztlich standen für beide eine Gesamtrundenzahl von 26 und damit 63,98 Kilometer in der Wertung, wobei Matthias Kranz einige Minuten früher ins Ziel kam und auf den Versuch auf eine weitere Runde zu gehen, verzichtete. Laufpartner Markus Wilhelmi fasste die Herausforderung passend zusammen: „Die Bedingungen waren sehr hart, anfangs mit dem Nieselregen und der hohen Luftfeuchtigkeit; im Wald kam es einem vor wie im tropischen Regenwald. Nach vier Stunden fühlte es sich an, dass einem komplett der Stecker gezogen wurde.“ Dennoch lief er dosiert wie die meisten Teilnehmer die acht Stunden zu Ende.

Auf Platz drei, eine Runde zurück mit 61,52 Kilometer, lief Kai Barwig aus Martfeld in Schwarme ins Ziel. Danach folgte schon Anke Bösmann mit 54,14 Kilometern als Siegerin bei den Frauen vor der Ultraläuferin Tanya Ostapenko (51,68 km) aus Göttingen.

Am Ende saßen und lagen die Läufer unter den Bäumen im Zielbereich und erholten sich bei Wasser und alkoholfreiem Bier von den Strapazen. Neben der Erschöpfung sah man aber vor allem auch glückliche Gesichter, die Herausforderung angegangen und überstanden zu haben. Und für fast alle wird es nicht der letzte Start in Marßel gewesen sein. „Es ist eine tolle Veranstaltung, die sich für Einsteiger als auch erfahrene Ultraläufer anbietet. Es ist ein schönes Miteinander ohne Konkurrenzdenken hier,“ lobt und dankt Lokalmatador Dirk Oesten (13. mit 44,26 km) von der TuSG Ritterhude zugleich Organisator Olaf Häsler und seine fleißigen Mithelfer für die Veranstaltung auf seinem Trainingsgelände.

Matthias Thode

Aus "Die Norddeutsche" vom 23.06.2026