Regionalligist SG Marßel bezwingt Neukölln mit 8:1 und unterliegt Schlusslicht eastside II in Unterzahl mit 5:8
Klaus Grunewald

SG Marßel. Damit musste man rechnen: Weil die SG Marßel am Sonntag beim Tabellenletzten der Tischtennis-Regionalliga-Nord, ttc berlin eastside II, nur mit drei Spielerinnen antreten konnte, ging die Partie 5:8 verloren. Vier Spiele mussten kampflos abgegeben werden. Und damit sicherten sich die Berlinerinnen den ersten Saisonsieg. Einen Tag zuvor hatten die Nordbremerinnen in kompletter Besetzung den TTC Berlin Neukölln mit 8:1 von der Platte gefegt.

ttc eastside berlin II – SG Marßel 8:5: Die Marßel trägt schwer an ihren Personalproblemen. Seitdem feststeht, dass ihre frühere Nummer zwei, Katharina Belopotocanova, in einer Liga ihres Heimatlandes Slowakei aktiv ist und deshalb nicht mehr in einer deutschen Mannschaft spielen kann, musste der nordbremische Regionalligist in dieser Saison schon zum dritten Mal in Unterzahl antreten.

Ebenso wie bei den Niederlagen in Braunschweig und Berlin-Düppel, standen Trainer und Manager Thomas Bienert auch beim Tabellenletzten ttc berlin eastide II nur drei Spielerinnen zur Verfügung. Grund: Marßels Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva musste nach ihrem erfolgreichen Sonnabend-Einsatz in Neukölln aus beruflichen Gründen die Rückreise in die Ukraine antreten. Und Neuzugang Sophy Early aus Irland hatte kurzfristig wegen einer Verletzung abgesagt.

So viel lässt sich feststellen: Mit der Ukrainerin und der jungen irischen Meisterin hätten die Nordbremerinnen dem Liga-Schlusslicht wohl keine Siegchance gelassen. Ohne sie aber reichte es auch nicht zum Unentschieden, weil sowohl Jennifer Bienert an Position eins als auch Sofia Stefanska an Position zwei klare Niederlagen gegen die kurzfristig noch aufgebotene eastside-Spitzenspielerin Irina Palina einstecken mussten. Darüber hinaus unterlag Stefanska Berlins Nummer zwei, Johanna Salzmann in vier Sätzen – auch Marßels Nummer drei, Klara Bruns, hatte keine Chance gegen Palina und zog glatt mit 0:3 den Kürzeren.

Zuvor aber hatte sie sich gegen Josephine Pionies (Position drei) in drei und gegen Lea Haupt (Position vier) in fünf Sätzen behauptet. Die restlichen Zähler für die Gäste heimsten Jennifer Bienert und Sofia Stefanska im Doppel gegen Arina Spektor und Josephine Pionies (3:0) sowie Jennifer gegen Johanna Salzmann (3:1) ein. Gleichwohl wogen die vier kampflose abgegebenen Punkt zu schwer, um zumindest einen Punkt einsacken zu können.

TTC Berlin Neukölln -SG Marßel 1:8: Der Auftakt der Berlin-Reise hätte für die SG Marßel indes kaum besser sein können. Von neun Spielen gab nur Jennifer Bienert an Position zwei ihr Match gegen Neuköllns Spitzenfrau Jennifer Schmidt in drei Sätzen ab. In ihrem zweiten Einzel gegen Neuköllns Nummer zwei Janina Thiele wartete die 24-jährige Marßelerin aber mit einer starken kämpferische Leistung auf und konnte den vorentscheidenden zweiten Satz mit 19:17 für sich verbuchen. Am Ende sprang ein 3:2-Erfolg heraus, der die Nordbremerinnen mit 7:1 in Front brachte. Für den Gesamtsieg sorgte schließlich Sofia Stefanska.

Der Aufgalopp der Berlin-Reise verlief nach den Worten von Marßels Coach und Teamchef Thomas Bienert besser als erwartet. Einerseits, weil Spitzenspielerin Katja Firat im Team des TTC Neukölln fehlte. Andererseits, weil Marßels Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva und Sofia Stefanska das zweite Doppel nach nervenaufreibenden fünf Sätzen gewannen. Im ersten Doppel präsentierten sich Jennifer Bienert und Klara Bruns als eingespieltes Team.

Problemlos setzte sich auch Elina Vakhrusheva in ihren Einzeln durch. Bei ihren 3:1-Siegen ließ sie weder Janina Thiele (Position zwei) noch Neuköllns Nummer eins, Jennifer Schmidt, eine Chance. Und Klara Bruns (Position vier) biss sich gegen Meireike Jünemann (Nummer drei) förmlich zu einem 3:1-Erfolg durch, nachdem sie den ersten Satz noch deutlich mit 4:11 abgegeben hatte. Lobte Thomas Bienert: „Sie hat den Weg gefunden, um ihre Gegnerin zu knacken.“ Auch Sofia Stefanska (Nummer drei) fand nach einer 2:0-Führung und anschließendem Verlust von zwei Spielen gegen Kirstin Herlemann (Nummer vier) erst wieder nach taktischen Empfehlungen ihres Trainers zurück in die Erfolgsspur.

Aus "Die Norddeutsche" vom 2.12.2019

Tischtennis-Regionalligist setzt sich gegen TuS Germania Schnelsen und MTV Engelbostel-Schulenburg durch

Klaus Grunewald.

Marßel.„Drei Punkte sollten es schon sein“, hatte sich Thomas Bienert ausgerechnet. Nach den beiden Wochenend-Heimspielen in der Tischtennis-Regionalliga der Frauen konnte sich der Trainer SG Marßel über die maximal mögliche Ausbeute von vier Zählern freuen. Seine Mannschaft bezwang den TuS Germania Schnelsen locker mit 8:2 und setzte sich in einem engen und spannenden Match gegen den MTV Engelbostel-Schulenberg mit 8:5 durch.

 

Die sehr ausgeglichen besetzte Mannschaft aus Engelbostel bei Langenhagen erwies sich am Sonntag als der erwartet schwere Gegner. Das musste vor allem Marßels Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva im Spiel gegen Engelbostels Nummer drei, Mädälina-Alexandra Moga, erfahren. Die Ukrainerin fand keine Einstellung zum unorthodoxen Stiel ihrer Kontrahentin und unterlag sang- und klanglos 0:3. An der anderen Platte standen sich zu diesem Zeitpunkt Englbostels Nummer eins, Beatrice Toth, und Marßels Nummer drei, Sofia Stefanska, gegenüber. Und dieses Match endete ebenfalls überraschend mit einem 3:1-Sieg der 15-jährigen Marßelerin.

Den achten und damit entscheidenden Punkt verbuchte Jennifer Bienert (Position zwei) nach ebenfalls vier engen Sätzen mit 3:1 über Jessika-Joyce Xu (Position vier). Ihre leichte Favoritenstellung konnten die Nordbremerinnen erst unterstreichen, nachdem Jennifer Bienert und Klara Bruns das erste Doppel gegen Kateryna Yakymenko und Jessica-Joyce Xu 1:3 verloren hatten.

Danach setzten sich Vakhrusheva und Stefanska im zweiten Doppel 3:1 gegen Toth und Moga durch, während in den Spitzeneinzeln die Marßelerinnen Vakhrusheva gegen Yakymenko (3:0) und Bienert gegenToth (3:1) die Oberhand behielten. Anschließend mussten sich Sofia Stefanska gegen Xu und Klara Bruns gegen Moga 2:3 beziehungsweise 1:3 geschlagen geben und das Zwischenergebnis lautete 3:3. Die Hoffnung der Gäste auf einen Auswärtssieg erfuhr in den folgenden drei Duellen den entscheidenden Dämpfer. Elina Vakhrusheva (3:0 gegen Toth), Jennifer Bienert (3:2 gegen Yakymenko) und Sofia Stefanska (3:1 gegen Moga) sorgten für den Drei-Punkte-Vorsprung, der bis zum Schluss verteidigt wurde, weil Sofia Stefanska (3:1 gegen Toth) und Bienert (3:1 gegen Xu) siegten, während Klara Bruns (2:3 gegen Xu) und Vakhrusheva (0:3 gegen Moga) unterlagen.

Schneller als erwartet sicherte sich die SG Marßel am Sonnabend beide Punkte gegen den TuS Germania Schnelsen. Und dennoch spielte sich kurzfristig ein kleines Drama ab. Im zweiten Einzel des Tages traf Marßels Nummer zwei, Jennifer Bienert, auf Schnelsens Spitzenspielerin Elena Uludintceva, gewann den ersten Satz sicher mit 11:6 und lag im zweiten bereits 8:1 in Front, als der Faden bei der 24-Jährigen urplötzlich riss. Sie unterlag 9:11, gab die beiden nächsten Sätze mit jeweils 8:11 ab, vergoss bittere Tränen und musste von ihrem Trainer und Vater Mut machend getröstet werden. Mit Erfolg. Wenig später ließ sie Schnelsens Nummer zwei, Jana Fernholz, keine Chance und fegte sie mit 11:3, 11:11:7 und11:5 von der Platte.

Vielleicht hatte auch der Fehlstart der SG Marßel am Nervenkostüm von Jennifer Bienert gezerrt. An der Seite von Klara Bruns verlor sie das erste Doppel gegen Uludintceva und Viet Thanh Tran mit 1:3. Schon dabei zeigte die 26-jährige Nummer eins der Hamburgerinnen, dass sie nach ihrer Rückkehr vom Drittligisten Borussia Düsseldorf an die Elbe eine Verstärkung für den TuS Schnelsen bedeutet. Dennoch reichte ihre Klasse in der Landskronahalle nicht aus, um Marßels Nummer eins, Elina Vakhrusheva, ein Bein zu stellen. Im Spitzenspiel das Tages konnte sich die 23 Jahre alte Ukrainerin mit 3:1 Sätzen ziemlich sicher behaupten. Und im zweiten Doppel des Tages ließ sie zusammen mit Sofia Stefanska dem Duo Jana Fernholf/Juliette Gez in drei Sätzen keine Chance. Überhaupt gab es nach der für Jennifer Bienert bitteren Niederlage in den folgenden sechs Einzeln nur noch Marßeler Siege. Sofia Stefanska an Position drei der SGM bezwang Julietta Gez (Position vier) ebenso glatt in drei Sätzen wie Jennifer Bienert Jana Fernholz und Klara Bruns (Position vier) Julietta Gez. Und 3:1-Erfolge verbuchten Klara Bruns gegen Than Viet Tran (Position drei), Vakhrusheva gegen Uludintceva und Sofia Stefanska gegen Viet Than Tran. Fazit von Marßels Teamchef Thomas Bienert nach dem Doppelspieltag: „Mein Tipp waren drei Punkte, dass es vier geworden sind, freut uns umso mehr.“

SG Marßel – TuS Germania Schnelsen 8:2: Bienert/Bruns – Uludintceva/Tran 1:3 (9:11, 11:5, 9:11, 15:17); Vakhrusheva/Stefanska – Fernholz/Gez 3:0 (11:7, 11:3, 11:3); Vakhrusheva – Fernholz 3:0 (11:6, 11:1, 12:10) Bienert – Uludintceva 1:3 (11:6, 9:11, 8:11, 8:11); Stefanska – Gez 3:0 (11:7, 11:6, 11:7); Bruns – Tran 3:1 (11:8,11:9, 6:11, 11:8); Vakhrusheva – Uludintceva 3:1 (11:4, 11:3, 10:12, 11:5); Bienert – Fernholz 3:0 (11:3, 11:7, 11:5); Stefanska – Tran 3:1 (8:11, 12:10, 11:8, 11:6); Bruns – Gez 3:0 (11:9, 11:6, 11:7)

SG Marßel – MTV Engelbosten-Schulenburg 8:5: Bienert/Bruns – Yakymenko/Xu 1:3 (7:11, 7:11, 11:6, 12:14); Vakhrushva/Stefanska – Toth/Moga 3:1 (13:15, 11:7, 11:3, 11:8); Vakhruheva – Yakymenko 3:0 (11:9, 11:8, 11:5); Bienert – Toth 3:1 (11:4, 5:11, 11:8, 12:10); Stefanska – Xu 2:3 (2:11, 8:11, 11:8, 11:9, 7:11); Bruns – Moga 1:3 (6:11, 6:11, 11:8, 8:11); Vakhrusheva – Toth 3:0 (11:8, 11:8, 11:8); Bienert – Yakymenko 3:2 (6:11, 11:9, 11:6, 7:11, 11:4); Stefanska – Moga 3:1 (10:12, 13:11, 11:7, 11:8); Bruns – Xu 2:3 (7:11, 8:11, 14:12, 11:9, 7:11); Stefanska – Toth 3:1 (12:10, 7:11, 13:11, 14:12); Vakhrusheva – Moga 0:3 (8:11, 6:11, 9:11); Bienert – Xu 3:1 (11:7, 11:97:11, 12:10) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 18.11.2019

Die SG Marßel bezwingt den ttc eastside berlin II mit 8:4 und meldet für die 3. Tischtennis-Bundesliga

Marßel. Nach dem 8:4-Heimsieg am Sonntagmittag über den ttc berlin eastside II ist der SG Marßel die Vizemeisterschaft in der Tischtennis-Regionalliga Nord der Frauen nicht mehr zu nehmen. Jetzt soll nach den Worten von SGM-Teamchef Thomas Bienert in den beiden letzten Saisonspielen auch die kleine Chance auf den Titelgewinn genutzt werden. Vorsorglich hat der Verein schon einmal für die 3. Bundesliga gemeldet.

Weil sowohl die Berlinerinnen als auch der RSV Braunschweig nach der 6:8-Niederlage beim Spitzenreiter SC Poppenbüttel die SG Marßel nicht mehr einholen können, gelang schon vorzeitig die Wiederholung ihres Vorjahreserfolges. Auch die Saison 2017/18 beendeten die Sportgemeinschaft auf dem zweiten Tabellenplatz.

Die Gäste-Riege aus der Hauptstadt war erwartungsgemäß nicht mit ihrer stärksten Formation angetreten, weil die Klassenzugehörigkeit kaum noch gefährdet ist. Dennoch präsentierte sich die junge Mannschaft in guter Verfassung und ließ sich in der Landskronahalle keineswegs abschlachten. Erst nach rund drei Stunden stand das Endergebnis fest.

Dabei geriet das letzte Einzel zwischen Marßels Nummer drei, Klara Bruns, und Eastsides Nummer zwei, Lilia Palina, zum Höhepunkt des Spieltages. Die Nordbremerin musste sich erst im fünften Satz nach einem spannenden Schlagabtausch mit 2:3 geschlagen geben. Der Gesamtsieg der SG Marßel stand zu diesem Zeitpunkt allerdings schon fest, hatte doch ihre Nummer eins, Elina Vakhrusheva mit der an Position drei spielenden Arina Spektor kurzen Prozess gemacht, sie mit 11:2, 11:6 und 11:7 von der Platte gefegt und damit den achten Punkt unter Dach und Fach gebracht.

Für Klara Bruns war es die zweite unglückliche 2:3-Niederlage im Einzel, hatte sie doch auch die Partie gegen Josephine Pionies (Position vier) hauchdünn abgeben müssen. Ihr Trainer bescheinigte ihr gleichwohl, gutes Tischtennis geboten zu haben. Das bewies die 19-Jährige beim 3:1-Sieg gegen Arina Spektor sowie im Doppel an der Seite von Jennifer Bienert beim 3:1-Erfolg gegen Johanna Salzmann (Nummer eins) und Josephine Plonies.

Mit 2:3 musste sich dagegen das zweite Marßeler Doppel, Elina Vakhrusheva und Sofia Stefanska, dem Berliner Duo Lilia Palina/Johanna Salzmann beugen. Nicht anbrennen ließ Elina Vakhruseva in ihren Einzeln gegen Palina (3:1), gegen Eastsides Nummer eins Salzmann (3:1) und schließlich gegen Spektor (3:0). Auch Katarina Belopotocanova, Nummer zwei der SG Marßel, gab sich kaum eine Blöße und fertigte Salzmannn und Palina jeweils in vier Sätzen mit 3:1 ab. Und auch Marßels Jüngste, Sofia Stefanska (Nummer vier), steuerte einen Einzel-Erfolg zum deutlichen Heimsieg bei. Sie besiegte die an Position drei spielende Arina Spektor mit 3:1, verlor allerdings gegen Josephine Plonies in drei hart umkämpfen Sätzen. „Sofia hat leider zu hektisch agiert“, stellte ihr Trainer kritisch fest.

„Wir wollen jetzt versuchen, dem SC Poppenbüttel noch den Titel abzujagen, wenngleich das sehr schwer wird“, sagte Thomas Bienert nach dem knapp dreistündigen Match.“ Aber auch als Tabellenzweiter sei es noch möglich aufzusteigen. Dann nämlich, wenn ein anderer Verein auf seinen Platz in der 3. Liga verzichtet.

Aus "Die Norddeutsche" vom 18.03.2019

6:8 in Braunschweig – Marßel wäre mit Sieg Drittligist geworden
Marßel. Das letzte Saisonspiel in der Tischtennis-Regionalliga Nord der Frauen ist für die SG Marßel zum Alptraum geraten. Obwohl Tabellenführer SC Poppenbüttel dem TTC Berlin Neukölln unerwartet deutlich mit 3:8 unterlag und den Nordbremerinnen damit den Weg zur Meisterschaft öffnete, patzte das Team von Trainer Thomas Bienert beim RSV Braunschweig und verlor 6:8. Mit einem 8:6-Auswärtserfolg hätte die SG Marßel die Tabellenspitze erobert und den Aufstieg in die 3. Bundesliga perfekt gemacht.

Thomas Bienert bemühte nach dem unglücklichen Saisonfinale einen Bibelspruch und bezeichnete es als Fluch und Segen zugleich. Der Segen war die Heimpleite der Hamburgerinnen, die nicht gänzlich überraschte, aber dennoch erstaunlich hoch ausfiel. Gleichzeitig aber lag über dem Auftritt der SG Marßel beim Tabellendritten ein Fluch – weil die Niederlage denkbar knapp ausfiel und in Bestbesetzung vermutlich hätte vermieden werden können. Marßel musste beim starken RSV Braunschweig ohne ihre Spitzenkraft Elina Vakhrusheva antreten. Mit ihr wären die Aussichten auf einen Auswärtssieg sicherlich besser gewesen.

Ohne Vakhrusheva rückte Katarina Belopotocanova auf den Spitzenplatz. Und die dreifache slowakische Meisterin punktete optimal. Sowohl im Doppel an der Seite von Sofia Stefanska als auch in den drei Einzelspielen setzte sie sich durch und generierte insgesamt vier Punkte. Nicht ihren besten Tag erwischte dagegen Jennifer Bienert, die ins obere Paarkreuz gerückt war und in Braunschweig komplett leer ausging. An der Seite von Klara Bruns unterlag sie im ersten Doppel dem Braunschweiger Tandem in fünf Sätzen 2:3. Danach verlor sie auch alle Einzelpartien, zuletzt sogar nach hartem Kampf mit 2:3 gegen Braunschweigs Nummer vier, Kristina Jeske.

Die Braunschweigerinnen seien wie im Hinspiel (7:7) heiß gewesen und hätten gut gespielt, bilanzierte der Marßeler Teamchef. Abgesehen von der nervigen Anreise mit vielen Staus wollte er denn auch keine Ausreden geltend machen. „Mit einem 8:6-Erfolg wären wir Meister geworden, weil Poppenbüttel uns einen unerwarteten Matchball lieferte“, trauerte Bienert dem verpassten Titel und Aufstieg nach und fügte an: „Wir haben ihn leider verhauen.“

Eigentlich unnötigerweise, denn schon mit einem durchaus möglichen Sieg im ersten Doppel hätten Jennifer Bienert und Klara Bruns die Weichen auf Titelgewinn stellen können. Doch Braunschweigs Spitzenspielerinnen Julia Stranz und Viola Bach präsentierten sich nervenstärker. Und auch in ihren Einzeln scheiterten beide nur an der überragenden Marßelerin Katarina Belopotocanova. Ein gutes Match spielte Sofia Stefanska an Position vier der SG Marßel. Das 14-jährige Nachwuchstalent punktete im Doppel sowie in den Einzeln gegen Laura Konradt (3:1) und Kristina Jeske (3:2).

Dagegen blieben Klara Bruns ebenso wie Jennifer Bienert ohne Punktgewinn. Überhaupt, so Thomas Bienert, sei bei seiner Tochter die Luft im letzten Spiel am Sonnabend weg gewesen, weil selbst ein Sieg nichts mehr am verpassten Aufstieg hätte ändern können.

Trotz des guten Saisonabschlusses mit dem Erreichen der Vizemeisterschaft bleibt bei der SG Marßel also ein bitterer Nachgeschmack. Teamchef Thomas Bienert bezeichnete ihn als Desaster – nicht wegen der Niederlage in Braunschweig, wohl aber wegen des unglücklichen Spielverlaufs, der erst nach rund drei Stunden beendet war.

RSV Braunschweig – SG Marßel 8:6: Stranz/Blach – Bienert/Bruns 3:2 (8:11,11:8, 9:11, 11:5, 11:7); Konradt/Jeske – Belopotocanova/Stefanska 1:3 (7:11, 11:8, 6:11, 11:13); Stranz – Bienert 3:1 (8:11, 11:9, 11:5, 11:6); Blach – Belopotocanova 2:3 (19:12, 9:11, 11:5, 11:2, 9:11; Konradt – Srefanska 1:3 (8:11, 11:9, 10:12, 5:11); Jeske – Bruns 3:0 (11:9,11:8,11:9); Stranz – Belopotocanova 0:3 (6:11, 9:11, 10:12; Blach – Bienert 3:0 (11:5, 11:4, 11:9; Konradt – Bruns 3:1 (11:5, 11:6, 9:11, 11:9); Jeske – Stefanska 2:3 (3:11, 11:612:10, 7:11, 7:11); Konradt – Belopotocanova 2:3 (12:10, 11:13, 11:3, 5:11, 4:11); Stranz – Bruns 3:0 (11:8, 11:6, 11:8); Blach -Stefanska 3:1 (11:8, 8:11, 14:12, 11:8); Jeske – Bienert 3:2 (6:11, 12:10, 11:13, 11:8, 13:11) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 15.04.2019

Nordbremerinnen zeigen beim 8:4 ihre beste Saisonleistung

Marßel. Die SG Marßel hat den Thron erklommen. In einem gut dreistündigen Tischtennismatch besiegten die Regionalliga-Damen den bisherigen Spitzenreiter SC Poppenbüttel mit 8:4, brachten ihm die erste Saisonniederlage bei und überholten ihn in der Tabelle. Schwärmte Trainer und Teammanager Thomas Bienert: „Das war unsere bislang beste Saisonleistung.“

Mit 4:8 hatten die Nordbremerinnen das Hinspiel in der Hansestadt an der Elbe verloren. Dass sie sich mit dem genau umgekehrten Ergebnis revanchieren würden, war kaum zu erwarten gewesen. Allzu dominant war der Meisterschaftsfavorit bislang in der Regionalliga Nord aufgetreten. Dazu hatte vor allem seine Spitzenspielerin Oshonaike Olufunke beigetragen. Doch am Sonnabend kassierte auch die nigerianische Ausnahmespielerin ihre erste Saisonniederlage. In einem rassigen Match musste sie sich der Nummer eins der SG Marßel, Elina Vakhrusheva, mit 1:3 Sätzen geschlagen geben.

Überhaupt präsentierte sich die 22-jährige Ukrainerin gegen die favorisierten Hamburgerinnen in blendender Verfassung. Sie gewann nicht nur an der Seite von Katarina Belopotocanova das zweite Doppel gegen Larissa Schmidt und Melanie Greil glatt mit 3:0, sondern auch alle ihre drei Einzelspiele: Ebenso wie gegen Olufunke 3:1 gegen Poppenbüttels Nummer zwei, die Ex-Marßelerin Jasmin Kersten, und 3:2 gegen Larissa Schmidt die an Position drei für den SC spielt. Diese Partie sollte für die 25 Zuschauer in der Landskronahalle zum Höhepunkt des Spieltages werden, denn die Nummer drei des SC Poppenbüttel zeigte ihre beste Tagesleistung und verlangte Marßels Spitzenspielerin alles ab. Den achten Punkt für die SG Marßel und damit den Gesamtsieg erkämpfte Vakhrusheva mit 18:16 im fünften Satz.

Neben der Ukrainerin präsentierte sich aber auch Klara Bruns, an Position vier im unteren Paarkreuz, „in Megaform“, wie ihr Coach es formulierte. Zwar hatte sie im ersten Doppel zusammen mit Jennifer Bienert gegen Olufunke und Kersten keine Chance und verlor 1:3, doch in ihren beiden Einzelspielen trumpfte die 19-Jährige auf. Larissa Schmidt musste sich trotz erheblicher Gegenwehr mit 2:3 geschlagen geben, Melanie Greil ebenso wie Bruns an Position vier gesetzt, hatte bei ihrer 1:3-Niederlage keine Siegchance. „Klara hat heute überzeugt“, lobte Thomas Bienert.

Glatte 0:3-Niederlagen mussten dagegen Marßels Nummer zwei, Katarina Belopotocanova (gegen Olufunke), und die Nummer drei der SGM, Jennifer Bienert (gegen Melanie Greil), einstecken. Bienert unterlag zwar auch Poppenbüttels Spitzenspielerin Olufunke 1:3, aber gegen Larissa Schmidt behielt sie in vier Sätzen die Oberhand. Spannend machte es schließlich auch Katarina Belopotocanova, die fünf Sätze benötigte, um sich gegen Jasmin Kersten zu behaupten.

Trotz ihrer ersten Saisonniederlage bleibt der SC Poppenbüttel, der zwei Spiele weniger als die SG Marßel aufweist, für Thomas Bienert Titelanwärter Nummer eins. Aber seine Mannschaft hat mit ihrer besten Saisonleistung die Anwartschaft auf die erneute Vizemeisterschaft nachdrücklich unterstrichen.

SG Marßel – SC Poppenbüttel 8:4: Bienert/Bruns – Oshonaike/Kersten 1:3 (11:9, 5:11, 5:11, 7:11); Vakhrusheva/Belopotocanova – Schmidt/Greil 3:0 (11:9, 11:9, 11:9); Vakhrusheva – Kersten 3:1 (8:11, 12:10, 1:7, 11:5); Belopotocanova – Oshonaike 0:3 (1:11, 6:11, 6:11); Bienert – Greil 0:3 (11:13, 6:11, 6:11); Bruns – Schmidt 3:2 (11:1, 8:11, 8:11, 12:10, 11:7); Vakhrusheva – Oshonaike 3:1 (1:12, 11:7, 11:7, 11:9); Belopotocanova – Kersten 3:2 (11:8, 11:8, 9:11, 9:11, 11:7); Bienert – Schmidt 3:1 (14:12, 8:11, 11:9, 11:8); Bruns – Greil 3:1 (8:11; 11:6, 11:7, 11:9); Bienert – Oshonaile 1:3 (6:11, 11:9, 8:11, 7:11); Vakhrusheva – Schmidt 3:2 (11:9, 11:6, 10:12, 10:12, 18:16) GRU

Aus "Die Norddeutsche" vom 18.02.2019